"Hinweis auf Datennutzung unzureichend"
Verbraucherschützer klagen gegen „Lidl Plus“-App
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) klagt gegen die „Lidl Plus“-App. Die Verbraucherschützer sind der Meinung, dass der Discounter nur unzureichend über die Datenverarbeitung im Zusammenhang mit der Nutzung seiner Kundenbindungs-App informiert. So werde nicht deutlich genug darauf hingewiesen, dass persönliche Daten der Nutzer eine Gegenleistung für die in der App angebotenen Rabatte darstellen.
Im Zentrum der Kritik steht der Vorwurf, dass Lidl weder vor dem Abschluss des Nutzungsvertrages innerhalb der App noch in den zugehörigen Nutzungsbedingungen ausreichend offenlegt, welche Rolle persönliche Daten bei der Inanspruchnahme der Vergünstigungen spielen. Nach Auffassung der Verbraucherschützer stellt die Weitergabe personenbezogener Informationen zur kommerziellen Nutzung eine Form der Bezahlung dar, über die man als Nutzer im Vorfeld eindeutig informiert werden muss
Aus Sicht des vzbv ist Lidl im Zusammenhang mit dem Angebot an die sogenannten vorvertraglichen Informationspflichten gebunden. Dies sei erforderlich, da Lidl die erfassten Daten laut seinen Datenschutzhinweisen nicht ausschließlich zur Vertragserfüllung verwendet. Lidl stehe in der Pflicht, die Nutzer der App vor Vertragsabschluss darüber aufzuklären, dass Rabatte an die Verarbeitung persönlicher Daten geknüpft sind, sie also indirekt damit bezahlen.
Verfahren könnte Auswirkungen auf andere Angebote haben
Bei der Klage der Verbraucherschützer handelt es sich um ein Pilotverfahren. Die Frage, inwieweit Anbieter digitaler Bonusprogramme über den Umgang mit personenbezogenen Daten als Gegenleistung informieren müssen, ist bislang rechtlich nicht ausreichend geklärt.
Die „Lidl Plus“-App wurde Ende 2020 eingeführt und dient zugleich als digitaler Prospekt und Kundenkarte. Darüber hinaus soll die App Lidl-Kunden dazu bringen, das digitale Bezahlsystem „Lidl Pay“ zu verwenden.
Ich finde die Alters diskriminierung bei den Apps schlimm. Ältere Personen zahlen somit mehr wenn sie nicht mit die Technik und wissen ausgestattet sind.
Als Nutzer dieser App zahlst du mit deinen Daten. Da weiß der Händler was der braver Konsument Personen gebunden erworben hat.
Nicht nur ältere, ich nutze die App auch nicht und musste schon sehr oft mehr bezahlen als im Angebot
Wo liegt das Problem darin, eine Trash-Mail-Adresse einzurichten und zu verwenden, ohne dabei echte persönliche Daten wie Name, Adresse usw. anzugeben?
Du solltest mal analysieren, welche Daten die Telefonprogramme tatsächlich übermitteln.
@sam semalia
@sam – das mag in der Theorie ein Weg für jüngeres (Tintok) Publikum sein (die sich vermutlich eh nicht um ihre Daten scheren) aber erklär das mal einer/einem 70,80,90 jährigen. Diese werden dadurch diskriminiert!
https://www.kuketz-blog.de/datenschutz-als-ware-wie-einkaufs-apps-unser-verhalten-und-unsere-gesellschaft-veraendern/
URL Adressen wie Google und adjust sind auf jedenfall dabei. Kurz mal geprüft. So geht man immer vor nach dem Laden aus dem Store. Ich will wissen welche URL Adressen da aufgerufen werden. 98% wird ein da übel. Sag nur berechtigtes Interesse.
@sam: es mag ja möglich sein, dass du von „70,80,90“ meilenweit entfernt bist, aber der genannte Personenkreis ist nicht blöd! Viele nutzen diese Apps ganz bewußt nicht, weil da Kaufverhalten und Daten abgegriffen werden.
Ich kaufe bei unserem Supermarkt ein, was gebraucht wird, kommt in den Korb, sonst nix.
Ja und viele 70,80,90 jährige öffnen völlig fremden die Tür und lassen sich bestehlen.
Das kann man alles nicht verallgemeinern.
Ihr tut es aber beide.
Ich kenne selbst genug ü80 die nichtmal ein Smartphone haben, weil sie es nicht verstehen oder den Anwendungsbereich für sich nicht sehen.
Genauso kenne ich ein paar die ihr smartphone für Whatsapp nutzen und tolle Osterbilder oder ähnliches versenden… aber darüber hinaus wirds knapp.
Und wie oft musste ich 20-50 jährigen ihre Einstellungen erklären und die Einrichtung übernehmen, weil sie es nicht verstehen.
Das war doch auch vorher schon so:
Pc Probleme, Drucker macht nicht was er soll, Auto macht komische Geräusche, Backofen heizt nicht mehr…
Komisch dass hier immer Spezialisten für alles unterwegs sind.
Und alle anderen sind blöd?
Habt mal etwas Verständnis für andere.
Ich denke die alten Leute diskriminieren sich teilweise selbst. Viele alte Leute sind in ihrer Meinung extrem eingerostet und stur. Wenn eine ältere Person kein Interesse hat sich mit etwas Neuem zu beschäftigen ist es deren Problem.
Meine Oma ist 88 hat ein iPhone und nutzt Apps wie What’s App sehr gern.
Persönliche Faulheit und Dummheit mit Diskriminierung gleichzusetzen ist schon ziemlich einseitig gedacht.
Außerdem kann man auch ein netter Sohn oder Enkel sein und etwas helfen.
Genauso is es danke
Das ganze als Dummheit oder Faulheit anzusehen ist gar nicht überheblich…
Manche Menschen sind beeinträchtig durch Alterskrankheiten usw…
Schön dass die alle keine Stimme haben dürfen…
Im Mittelalter hat man Taube Menschen auch mit Dummen gleichgesetzt…
Tolle Sichtweise.
Es gibt auch andere Menschen die beeinträchtigt sind und bei denen das Alter keine Rolle spielt.
Hier von Diskriminierung zu sprechen ist einfach falsch.
Wenn ich schlechte Augen habe oder eine eingeschränkte Reaktionsfähigkeit, dann kann ich z.B. kein Pilot werden. Ist das diskriminierend? Nein!
Der Punkt mit der Dummheit bezieht sich darauf, dass es in Deutschland viele Leute gibt die sich seit 2 Jahrzehnten nicht mit dem Thema Digitalisierung auseinandergesetzt haben, obwohl sie es gekonnt hätten.
Dein Mittelaltervergleich ist daneben!
Nein, weil man eben nicht von dumm sprechen darf nur weil jemand bei der schnellen Entwicklung zurückbleibt.
Und eben genau so hat man im Mittelalter über Taube Menschen gesprochen.
DAS ist daneben!
Nicht jeder kann da Schritt halten oder hat die kognitiven Fähigkeiten.
Und natürlich werden Menschen ausgegrenzt oder diskriminiert, Weil sie eben nicht die App nutzen zahlen sie mehr für die selbe Ware.
Dann muss man sich damit auseinander setzen und aneignen… nur weil ich kein Jurist kenne ich nicht alle Gesetze und muss die Strafe akzeptieren wenn ich nen Fehler mache…
Schlechter Vergleich von aktivem handeln ( Straftat ) zum Fakt das man in den Berufen und Lebensläufen der jetzt 80-jährigen nicht viel mit dieser art Elektronik zu tun hatte, und daher keine ausreichenden Berührungspunkte hatte um sich ausreichend auszukennen.
Wer verbietet es älteren Menschen sich mit diesen Themen auseinandersetzen?
„ keine ausreichenden Berührungspunkte“, das ist doch ein schlechter Scherz! Muss man heutzutage jede einzelne Person an die Hand nehmen? Gibt es keine Autodidakten mehr? Das ist einfach nur peinlich!
Das hat auch sehr viel mit persönlicher Faulheit und Ignoranz zu tun. Da wurde einfach die Entwicklung des letzten viertel Jahrhunderts verschlafen!
Bin gespannt wie es bei dir nach drei viertel Jahrhunderten aussieht… hoffentlich hast du dann alles drauf was aktuell ist…
Und komm dann bitte nicht mit Demenz oder ner anderen Erkrankung, dass kann doch nicht das Problem sein.
Nicht umsonst krachen immer mal wieder ein paar ü60er in ein Schaufenster mit ihrem Auto.
Uff, echt hart manche Meinungen hier.
Danke, Davo! Zum Glück gibt es noch Menschen, die mitdenken. Mit dem Alter kommen nun mal Krankheiten, Zittrigkeit, Sehschwächen und so weiter.
Ich selbst bin Anfang 30. Mein Opa hat mit fast 100 Jahren noch aktiv ein Tablet genutzt und über WhatsApp kommuniziert – alles, was er konnte, habe ich ihm beigebracht. Aber versuch mal, jemandem in dem Alter zu erklären, was Lidl Plus ist. Na klar…manche denken nur von der Tapete bis zur Wand. Schön das es euch jetzt gut geht.
Ich bin gespannt, was ihr in 40 Jahren macht, wenn es nur noch virtuelle Assistenten gibt, die man mit irgendwelchen Parametern steuern muss. Die Technik entwickelt sich rasant weiter. Und ganz ehrlich: Zeigt man heute manchen 40-Jährigen TikTok, verstehen sie den Hype auch nicht. Das ist dann bei euch besser wenn ihr 90 seit und eine Technik für 20 jährige bedienen müsst ;)
Dann Jammer ich nicht rum und behaupte fälschlicherweise, dass ich diskriminiert werde.
Ich bin über 30, deshalb kann ich keine vergünstigten „Junge Leute“ Mobilfunktarife mehr abschließen.
Fühle ich mich dadurch diskriminiert? Nein!
Was ist mit Ü30 oder U30 Partys? Fühle ich mich da diskriminiert? Nein!
Ich nutze die Angebote die zu meiner Situation passen und laufe nicht durch die Gegend und heule rum dass ich diskriminiert werde.
Wer redet den von dir, wenn er über ältere oder eingeschränkte Personen redet, wenn du „nur“ ü30 bist.
Ü30 Partys sind halt für Menschen über 30 die sich einig sind keine unter 30 Jährigen zu treffen und anders herum, da ist man halt nicht erwünscht, das hat verschiedenste Gründe.
Du kannst halt mit den falschen Vorraussetzungen nicht beanspruchen eingeladen zu sein.
Das du keine Vergünstigungen bei junge Leute Tarifen bekommst liegt daran, dass du mit deinem Alter mitten im leben stehen solltest und genug Geld verdienen könntest um keine Einstiegshilfe zu benötigen, dass ist bei jungen Leute, die zur Schule gehen oder studieren eine tolle Sache.
Dafür kannst du deinen Ausgaben dafür zum Teil als Werbungskosten geltend machen, wenn der Vertrag Beruflich genutzt wird, dass können Jugendliche und Studenten nicht.
Ich würde mich aber auch diskriminiert fühlen wenn ich immer den Durchschnitt der anderen mitbezahlen muss. Trotz meiner Fähigkeit kostengünstigere Mittel zu nutzen und effizienter beim Einkaufen zu sein
Wo ist das diskriminierend? Es ist frei zugänglich. Wenn ich ein Prospekt von Lidl bekomme (schlechtes Beispiel weil Lidl keine mehr verteilt) und ich nicht zum Lidl komme, weil ich 90 bin und keine Möglichkeit habe, dann ist das doch auch nicht diskriminierend…
Mmmh…. ist doch aber Ihre freie Entscheidung! Es zwingt einen auch niemand Kundenkarten zu verwenden und es hat auch niemand jemand gezwungen früher irgendwelche Marken in Hefte zu kleben…
Man bin ich alt, kenne noch die Konsummarken. Weiß nur nicht, was es dafür gab. Dafür war ich dann doch zu klein, zumal wir ja eh nichts hatten :-).
Diskriminierung wäre es wenn LIDL die Anmeldung ab eines gewissen Alters nicht mehr zulassen würde; es kann sich aber jeder anmelden ob 18 oder 103.
Das einzige was in den Teilnahmebedingungen zu finden ist, ist folgendes: „Sie müssen 18 Jahre alt und Verbraucher gemäß § 13 BGB sein, um sich bei unserem Dienst anzumelden.“
Grundsätzlich natürlich richtig, dass man klar informiert wird. Aber andererseits müsste es heute jedem und seinem Hund klar sein, dass diese Kundenbindungsprogramme dafür da sind, Daten des Kunden zu sammeln und zu verarbeiten.
Das Verarbeiten ist nicht das Problem. Das verstehen die meisten Menschen aber nicht. Daher ist der Verbraucherschutz eingeführt worden.
Was passiert mit den Daten. Die Daten werden abgeglichen und einer Person zugeordnet. Sogar mit falscher e-mail Adresse wird es einem Profil angehängt. Das System erkennt die IMEI oder ein anderes Merkmal und fügt es dem Account xy, das es bereits kennt zu. In U.S.A. ist das schon lange standardisierte Praxis. Daher bekommt derjenige der viele Chips kauft dann Anzeigen für Blutdruckmittel und eine schlechtere (teurere) Lebensversicherung verkauft. Der andere bekommt die homöopathischen Medikamente empfohlen. So einfach ist das…
Wenn wir keine Gesetze dagegen machen, werden wir gläserne Menschen, wie die Politiker, und müssen mit den Nachteilen später halt umgehen können.
Wer Auto, Motor Sport liesst, wird dann als Risikokandidat eingestuft. Jeder bekommt seine Schublade und zahlt dafür entsprechend.
Um es kurz zu sagen: „There ain´t no free meals!“
Es ist klar, dass nichts automatisch geschieht. Es gibt Gesetze, und diese müssen beachtet werden. Man darf sich nicht einfach darüber hinwegsetzen und ungefragt handeln. Nur weil die meisten Menschen zu faul sind, sich dagegen zu wehren, rechtfertigt das nicht solches Verhalten. Aber die Kontrollen kommen halt immer später. Da liegt das Problem oder man setzt die Strafen für sowas mal richtig hoch. Und berechtigtes Interesse gehört in der DSGVO raus. Ist nur ein Schlupfloch für Anwälte der Firmen. In so einem Fall sehe ich nur 0 oder 1. keine Gnade.
Sehe ich genauso wie du. Ich bin eigentlich ein Freund von Verbraucherzentralen. in diesem Fall gehe ich aber eher davon aus, dass damit ersten wieder Rechtsunsicherheit geschaffen wird und zusätzliche Bürokratie, für den Fall das die erfolgreich sind.
Grundsätzlich richtig und sehr begrüssenswert. Ob Jupp Schlabotnik oder Lieschen Müller das dann tangiert oder sie es gar kapieren steht auf einem anderen Blatt.
Die schneiden sich auch ins eigene Bein.
Bin nur sporadisch dort aber kaufe dann Sachen nicht wo ich sehe, dass sie mit App deutlich günstiger wären weil ich ja dann effektiv einen Aufschlag zahlen soll eigentlich
Ich beobachte, dass-vor allen im Papier Prospekt-das aber deutlich immer mehr Artikel werden, die mit App günstiger sind. Damit wird der normale Verbraucher immer mehr verführt, sie zu installieren. Und: „Lieschen Müller“ sagt nach wie vor „meine Daten können die ruhig haben. Ich habe doch nix zu verbergen!“ Einem sehr großen Teil der Bevölkerung ist nicht bewusst, wofür die Daten „genutzt“ werden (können). Ich habe auch nichts zu verbergen, habe aber kein WhatsApp/Facebook/Instagram; und lebe trotzdem recht gut.
Aber wer sagt, dass der Preis nicht um den Bonus vorher schon angehoben wurde?
genau das will iChef glaube ich sagen.
Wer sagt, dass das nicht einfach ein Preisnachlass ist um Kunden zu binden?
Gibt ja auch andere Firmen die einzelne Produkte mit Verlust verkaufen oder gar verschenken um neue Kunden zu locken und Bestandskunden zu binden.
Was hat das mit dem Alter zu tun, es geht um Nutzer bzw. Nichtnutzer, das Alter ist dabei völlig unwichtig.
Das ältere Menschen nicht mit den „neuen Techniken“ umgehen können ist heute bei weitem nicht mehr gültig !
+1 Danke!
Na sicher ist es das! Vor ein paar Jahren gab es noch Zahlkassen bei Versicherungen für ältere die kein Konto haben.
Und du bist der Meinung, dass ein heute 80 oder 90 Jähriger Mensch ein Smartphone nutzen können muss???
Ist doch nicht dein Ernst.
Also da kann ich nur für meine Eltern sprechen, die sind beide Anfang 70 und nutzen iPhones und iPads. Natürlich nicht in dem Ausmaß wie „wir“ aber ich traue meiner Mutter schon zu die Lidl App zu öffnen und an den Scanner zu halten?! Ja sogar in das Kunden W-LAN kann sie sich einloggen. Das hat weniger mit dem Alter zutun sondern eher damit ob die ältere Generation Bock hat sich mit den „neuen Medien“ zu beschäftigen ;)
80/90 sind 70 okay.
Es geht darum, dass eben nicht alle gleich sind.
Es scheint auch erstaunlich, für wie unfähig die älteren in diesem Land angesehen werden.
Auch bei Themen wie Bargeld etc.
Die älteren kommen in anderen Ländern nur problemlos mit der Entwicklung mit. Nur in Deutschland scheint dies ein Ding der Unmöglichkeit zu sein.
Muss wohl am Wetter oder an der Luft liegen.
Es geht nicht um wenige die man kennt oder die sich auskennen, es geht um die, die zurückbleiben.
Und das hat nichts damit zu tun was man jemandem zutraut sondern um Erfahrungen mit dem Thema und den Problematiken von Behinderten, alten oder eingeschränkten.
Versetzt euch kurz in die Lage eines Menschen mit Einschränkungen und überlegt was ihr von diesen verlangt.
Etwas Empathie bekommt ihr sicher ohne weiteres hin.
Das ist nicht unbedingt eine Frage der Fähigkeit sondern der Gewohnheiten. Auch im Ausland kenne ich sehr viel ältere Semester die eben schlicht keine Lust haben mit Karte oder gar Smartphone und Apps zu bezahlen. Die haben ihr Bargeld und fertig. Das ist ja auch völlig legitim.
Mir ging es nur darum klarzustellen, dass es nicht nur Nutzer und Nichtnutzer sind, die sich frei entscheiden können.
Den das ging aus dem ersten Post so heraus.
Natürlich gibt es auch Menschen, denen die Daten wichtig sind oder die bewusst solche Apps boykottieren oder aus diversen Gründen kein Interesse am Nutzen dieser Apps haben.
Aber aus eigenen Erfahrungen gibt es Menschen, die durch Krankheit oder anderen Gründen stark eingeschränkt solche Angeboten nutzen können oder wollen.
Ich selbst nutze eine solche App und bezahle auch damit und stehe gestern an der Kasse und die Bezahlfunktion wurde zurückgesetzt, weil der Bezahlpartner gewechselt wurde.
Naja, einfach mit der Watch bezahlt und fertig.
Zuhause eine neue Überweisung zur Legitimation meines Kontos getätigt, zwei weitere Tage später wurde es bestätigt.
Nun, jetzt stelle man sich vor ich wäre geistig oder krankheitsbedingt nicht mehr so fit, würde es mir dann immer noch so leicht fallen?
Und wie sieht es tatsächlich mit Menschen mit Einschränkungen in anderen Ländern aus? Sind die wirklich alle jederzeit geistig fit und geschult um solche Vorgänge ohne Hilfe einzuleiten?
Nun kann ich mir aber auch vorstellen, dass ich mit 90 nicht mehr so schnell auf so einen Vorfall reagieren kann und mir dass dann lieber ersparen will.
Oder ich einfach nicht mehr verstehe was da gerade passiert.
Genug ältere Menschen reichen an der Kasse ihren Geldbeutel über das Band und lassen sich das Geld zählen abnehmen.
Und dann wird hier übermütig erzählt wie selbstständig alle anderen außerhalb von Deutschland sind.
Traurig wie schnell man über andere urteilt.
Und dass man Rücksicht auf eben jene schwächeren nimmt wird einem schlecht angerechnet… das kann und darf doch nicht euer Ernst sein.
@ Davo
Mir ging es erst einmal um das Thema Alter und nicht mehr.
Gesundheitliche Einschränkungen sind ein anderes Thema und sind extrem umfangreich. Und meiner Meinung nach wird es hier leider nie möglich sein, alle mit Einschränkungen komplett diskriminierungsfrei am Leben teilhaben zu lassen. Und diese Personen haben vermutlich andere Sorgen als eine Lidl Plus-App. Wir sollten in Deutschland vielleicht erstmal die absoluten Basics hinbekommen. Wir schaffen ja nicht einmal alle Läden, Busse oder Bahnhöfe barrierefrei zu gestalten, so als Beispiel.
Das reine Alter spielt aber eigentlich keine so große Rolle, sondern schlicht der Wille. Und auf Sturheit kann und sollte man auch keine Rücksicht nehmen, dies haben wir in diesem Land viel zu lange gemacht und deswegen liegen wir bei der Digitalisierung auch so hinterher. Und es wird ja weiterhin jeder fortschritt kaputt geredet, ob ePA oder irgendwas anders.
Auch wie bei deinem Beispiel, dass manche den Geldbeutel hinhalten um das Geld von der Kassenkraft zählen zu lassen. Solange die Person fähig ist einkaufen zu gehen, wird sie in der Lage sein eine Karte ans Terminal zu halten, bis 50€ sogar ohne PIN. Aber es wird aus der Mentalität „Das haben wir schon immer so gemacht!“ eben nicht getan, obwohl es einfacher ist. Oder es wird dann das Beispiel genannt, man komme mit Bargeld viel besser klar. Nein, eben nicht. Denn die Kassenkraft muss mithelfen. Denn es ist einfach Fakt, dass Kartenzahlung einfacher als Bargeld ist. Trotzdem müssen die alten immer als Argument herhalten, weshalb wir das Bargeld behalten müssen.
Du stehst gestern an der Kasse und es hat nicht funktioniert. Ab nach Hause und neu legitimiert! Zwei Tage später hat es laut deiner Aussage funktioniert? Zwei Tage später wäre dann morgen? Geht es dir gut Marty McFly?
Vielleicht hatte er 2 Stunden getippt und Apple Inteligence hat es auf 2Tage geändert, da 2 Stunden doch viel zu schnell erscheinen
Vorgestern, da habe ich mich tatsächlich vertippt.
Aber schön wie wichtig das ist.
Hauptsache ihr wisst immer alles besser und macht alles richtig.
Auch wenn ihr dann mal alt seid.
Ist schon echt interessant wie viel besser hier manche sind.
Ich wünsche euch niemals das ihr mal in der Situation seid, dass ihr mal Dement werdet etc.
Es ist schon amüsant, dass gerade die jüngeren Generationen oft als “dumm” abgestempelt werden.
Oft mangelt es ihnen an grundlegenden Kenntnissen in Officeprogrammen wie OneNote und dergleichen. Manche wissen nicht einmal, wie man einen Computer einschaltet. Und wenn man es ihnen erklärt, fragen sie oft: “Wozu brauche ich das?”
Im sportlichen Bereich sieht es nicht besser aus. Beim Kickboxen zum Beispiel schaffen es viele junge Leute nicht einmal, 20 Liegestütze zu machen.
Und diese Generation will den Älteren Unkenntnis vorwerfen? Das ist doch amüsant.
Richtig. Und abgesehen davon ist es nicht allgemeingültig. Ich kenne aus meiner Familie viele ü70 die keine Probleme im Umgang mit Smartphones und Apps haben. Wenn man zu faul oder es ablehnt ist, sich dafür zu registrieren, ist das nicht das Problem des jeweiligen Dienstleisters und man kann nicht das Problem zu den Problem anderer machen. Diese „Pampers“- Gesellschaft….
Oder tatsächlich kann es an mehr als Ablehnung oder Faulheit liegen.
Es ist schön zu hören, dass es in deiner Familie keine Demenz oder ähnliche Krankheiten gibt.
Und wenn es anders herum wäre würdest du es hier auch erzählen richtig?
Cool wie das Internet voll mit jungen Menschen ist die Probleme mit irgendwelchen Apps, Einstellungen oder ähnlichem haben.
Aber die „Alten“ sollen alles können…
Einerseits ist es ja nix Neues, daß man kostenlose Angebote mit Daten bezahlt. Bzw. mit der Weitergabe dieser. Allerdings sehe ich das, was Lidl da abzieht schon als hochgradig kriminell. Sollte gerade die DSGVO solche mißbräuchlichen und kommerziellen Dateinweitergaben unterbinden?
Bei Lebensmitteln muß eine Ampel drauf, um den Verbraucher vor schädlichen Zutaten (Fett, Zucker..) zu warnen. Warum muß bei solchen Angeboten nicht ein Hinweis drauf „Achtung! Wir erstellen ein Profil und verkaufen deine Daten“?
Klar steht das mit Sicherheit irgendwie verschlüsselt im Kleingedruckten. Aber mal ehrlich, wer liest das alles komplett durch? Oft muß man schon mindestens ein halber Jurist sein, um zu verstehen was da passiert.
Nein, die DSGVO unterbindet so etwas nicht und es war auch nie geplant, dass die DSGVO so etwas unterbindet. Warum auch?
Die Lebensmittelampel ist keine Pflicht, sondern freiwillig.
Ich halte es für ein absolutes Unding, dass man unterschiedliche Preise zahlen muss, je nachdem ob man die XY-App (Lidl, Rewe, …) nutzt oder nicht. Das spaltet die Kundschaft und benachteiligt all jene, die ihre Daten nicht preisgeben wollen. Wir wollen hier keine amerikanischen Verhältnisse, wo man ohne ständige Datenabgabe nirgends mehr vernünftige Preise bekommt. Die Verbraucherschützer haben völlig recht. Wenn meine Daten als Zahlungsmittel dienen, muss das klar kommuniziert werden und nicht in irgendwelchen Klauseln versteckt sein. Es sollte einen einheitlichen Preis für alle geben!
Wenn ein bei Lidl mit App den Betrag x kostet, bekomme ich den ein Paar Tage später zum gleich Preis oder sogar günstiger bei Aldi, Marktkauf oder …
Bisher war das fast immer so.
Ws gibt eine Kaufland App eine Netto App eine Rewe App eine Penny App. Wie weit willst du dich einschränken? Edeka hat Payback usw. usw., dann kannste fast nirgends mehr einkaufen
Ups. Beitrag sollte nach Karlchens Kommentar 2 Beiträge tiefer ;-)
Datenschutz welcher
Lidl lohnt sich – für Lidl
Ich geh garnicht mehr bei Lidl einkaufen seit es diese unverschämte App gibt.
Völlig richtig so, in ihrer jetzigen Form gehören solche Apps verboten.
Ich zahle gerne auch freiwillig mehr, indem ich es nicht nutze.
So lange gerade ältere am Bargeld hängen und einer Karte oder App nicht trauen, Angst haben, dass Ihnen das Konto leergeräumt wird oder etwas ungerechtfertigt abgebucht wird, ändert sich wenig.
Stell den Bargeldverkehr ein, regle Behördengänge über Apps, wie es die nordischen Länder (Finnland, Norwegen, Schweden) weitesgehend problemlos vollzogen haben und das regelt sich von selber.
Mir gefällt die App. Zu Hause in Ruhe die Angebote durchleuchten, das was interessiert auf die integrierte Einkaufsliste setzen, und mit dem elektronischen Kassenbon früherer Einkäufe nochmal die Schnäppchen verifizieren, ob es auch wirklich solche sind. Für den Komfort bezahle ich doch gerne etwas, mit meinen Daten. Und ob die Datenschutzklauseln vorher bekannt waren, abgenickt werden mussten oder nicht, ist mir völlig Schnuppe, da es nichts an meiner Nutzung ändern würde. Seien wir doch mal ehrlich, keine 0.1% der Nutzer würden sich die angucken.
+1
Ist ein Deutsches Problem und bremst einfach nur.
Klar sollen die nicht alle Daten verkaufen. Sind diese anonymisiert, ist auch das mir egal.
Probleme die der Rest der Welt nicht kennt.
Gleichzeitig geben die Leute alle Daten bei Facebook/Insta und Co. einfach so her.
Das eine ist selbstbestimmtes verteilen der Daten und das andere nicht.
Das ist der Unterschied.
Aber mir ist auch egal wer wissen will, wie oft ich Toilettenpapier kaufe.
Die Apps werden dann 2029 verboten… ;-)
Mal drauf achten, dass bei Lidl die „Angebote“ von Markenware teilweise deutlich teurer sind als bei der Konkurrenz.
Aktuelle Beispiele:
-funny frisch Chipsfrisch mit Lidl-Plus für 1,11€. Bei Aldi für 0,99€ ohne App im Angebot.
-Weihenstephan frische Milch bei Lidl für 1,29€ im Angebot. Bei Globus für 0,88€.
Dann geh doch zu Netto!
Wenn jemand noch mehr bei Lidl kauft, weil er sich von den billigen Angeboten ausgeschlossen fühlt, macht er eben bei der App mit, zahlt den normalen Preis oder geht eben woanders hin.
Die Menschen wollen heute überall das rundum sorglos Paket, vergessen aber, dass sie selber erwachsen sind und sich mit der Materie und neuen technischen Möglichkeiten überall und jeden Tag selber auseinandersetzen müssen.
Wert dann nicht weil Oder kann, muss sich Hilfe holen oder damit leben.
Niemand wird dir alle Entscheidungen im Leben erklären oder dich überall an die Hand nehmen.
Diese App sollte allgemein verboten werden. Bzw solche Methoden. Sie sind nicht inklusiv und grenzen Menschen aus.
Es geht da nicht nur um Menschen die nicht nur generationsbedingt nicht wissen, was mit den Daten passiert und was das für Folgen haben kann, sondern auch um Menschen die es wissen nicht wollen und so einen finanziellen Nachteil haben.
Und vor allem: Leute die sich ein Smartphone nicht leisten können, sind auch exkludiert.
Es ist wirklich schlimm, dass solche Methoden legal sind.
Lächerlich… typisch für hier … nur nicht um die wahren Probleme kümmern ….
naice! man sollte alle verklagen, lidl, edeka, rewe. rabatt nicht ihne app aber wenn die probleme mit apps haben bekommt man keinen rabatt? schoen verklagen weg mit der scheisse
Diese Apps sind aber so was überflüssig!!! Die sollen die gewährten Rabatte einfach wie vor 20 Jahren beim Produkt ausweisen und anbieten. Der einzige sinnvolle Anwendungszweck ist der eBon. Aber dafür gibts dröflzig andere Apps.
Es ist nicht mehr legitim das „Alter“ vorzuschieben. In China und vielen anderen Ländern gibt es schon Jahrzehnte diesen Fortschritt. Irgendwann müssen wir nun auch mal bei der Generation angekommen sein die sich in Apps und dergleichen bedienen kann.
Lustig, wie hier alle nach hardcore Regulierung schreien, sonst aber bei anderen Themen immer meinen, dass der Markt das schon regelt. Kann natürlich sein, dass das hier andere Kommentatoren sind…
Soll also auch Payback, Shoop bzw. grundsätzlich alle Treueprogramme verboten werden, oder was wäre euer Lösungsansatz?
Den Sch… hat Kaufland aber auch und noch dazu gibt es dort auf bestimmte Artikel Prozente, ohne den Preis zu nennen. Beispiel: Radieschen mit alten Preis von 49 Cent, dann Werbung mit 20% , aber kurz mal den Preis auf 99Cent angehoben!!!
Beim Aldi einkaufen.
Die machen den Schei… mit den Apps nicht mit.