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Messenger unter Druck

Telegram: Apple entfernt App kurz, Russland sucht Durov

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Apple hat den Kurznachrichtendienst Telegram vorübergehend aus dem App Store entfernt. Nach Angaben des Unternehmens geschah dies nach einer Prüfung, bei der Inhalte gefunden wurden, die gegen Apples Vorgaben zum Verbot von Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern verstießen. Die App kehrte anschließend wieder in den Store zurück, nachdem Telegram die betreffenden Inhalte entfernt und den Nutzer gesperrt hatte, der sie veröffentlicht haben soll.

Durov Telegram

Telegram-CEO Pavel Durov auf der Kurznachrichtenplattform X

Für iPhone-Nutzer war der Eingriff offenbar nur von kurzer Dauer. Inhaltlich wiegt der Vorgang dennoch schwer, weil Apple bei App-Store-Verstößen dieser Art keinen Interpretationsspielraum signalisiert.

Apple greift nach Prüfung kurz ein

Der App-Store-Stopp betrifft nicht die grundsätzliche Verfügbarkeit von Telegram als Dienst, sondern die Auslieferung der iPhone-App an iPhone-Nutzer. Apple nennt als Grund ausdrücklich eine Verletzung der eigenen Richtlinien zu verbotenem Missbrauchsmaterial. Nach der Entfernung der beanstandeten Inhalte und der Sperrung des beteiligten Kontos wurde Telegram wieder freigegeben.

Telegram hat seine iPhone-App in den vergangenen Monaten stärker in Richtung Plattform ausgebaut. Erst zuletzt kamen neue Funktionen für Communitys, längere Beiträge und private Bot-Antworten hinzu. Wir hatten darüber berichtet, dass Telegram damit zunehmend über den klassischen Messenger hinauswächst. Genau diese Breite macht Moderation schwieriger: Neben Einzelchats gibt es Kanäle, Gruppen, Bots und automatisierte Abläufe.

Telegram Premium

Auch die stärkere Einbindung von KI-Bots passt in dieses Bild. Telegram erlaubt unterstützten Bots inzwischen den Einsatz als Gäste in Chats, ohne dass sie dauerhaft in Unterhaltungen aufgenommen werden müssen. Die Plattform verweist dabei auf begrenzte Zugriffsrechte. Schon bei der Einführung war jedoch klar, dass Telegram nicht nur neue Komfortfunktionen bereitstellt, sondern auch neue Angriffsflächen verwalten muss.

Russland setzt Durov auf Fahndungslisten

Parallel verschärft Russland den Druck auf Telegram-Gründer und CEO Pavel Durov. Russische Behörden werfen dem im Ausland lebenden Durov Beihilfe zum Terrorismus vor. Der Inlandsgeheimdienst FSB erklärte, Telegram habe zahlreiche Kanäle, Chats und Bots nicht entfernt, die demnach von ukrainischen Geheimdiensten sowie terroristischen und extremistischen Organisationen genutzt worden seien. Genannt werden Vorwürfe wie die Vorbereitung und Koordinierung von Sabotageakten, Terrorismus, Massenmord und Cyberbetrug in Russland.

Durov soll laut den russischen Angaben auf internationale Fahndungslisten gesetzt werden. Auf der offiziellen Webseite verweist das Unternehmen auf einen X-Account, auf dem ein Bild Durovs mit ausgestrecktem Mittelfinger veröffentlicht wurde.

Russland hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Plattformen eingeschränkt oder blockiert. Facebook, Instagram und X sind verboten, YouTube wird gedrosselt, Signal und Viber wurden blockiert. Auch WhatsApp und Telegram unterliegen Einschränkungen. Einen früheren Versuch, Telegram zwischen 2018 und 2020 zu blockieren, konnte Russland nicht erfolgreich durchsetzen.

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04. Aug. 2026 um 06:40 Uhr von Nicolas Fehler gefunden?


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  • „Vorbereitung und Koordinierung von Sabotageakten, Terrorismus, Massenmord und Cyberbetrug“
    Das kommt mir doch von anderer Seite bekannt vor.

  • Unabhängig davon, dass Putin ein Verbrecher ist und hoffentlich bald und nachhaltig zur Verantwortung gezogen wird, wäre es ein Fortschritt für die Menschheit, wenn Telegram zerschlagen würde.

    • Bla bla,, was genau ist den so toll da dran? Ich nutze telegram ganz ohne Verschwörungen und Linken bzw. Rechten scheiss …

    • Da gibt es aber noch viel mehr Porzellan, das zerschlagen gehört ….

    • Sehe ich auch so. Dafür nutze ich Signal. Vielleicht nicht perfekt, aber sehr gut.

    • Telegram war, ist und bleibt meine erste Wahl. Es gibt keinen besseren Messenger. Signal ist einfach der langweiligste des Universums. Und sich über WhatsApp auszulassen, ist wohl müßig.

    • Du scheinst den Artikel entweder nicht gelesen oder verstanden zu haben.

    • Was ist denn mit Telegram möglich, was bei einem Verbot nicht genauso gut über Whatsapp gemacht werden könnte?

      • Die Aufzählung würde den Rahmen sprengen… als Beispiel seien Bots genannt.

      • dann fang gern mal an, auch gern erstmal mit den ersten 3-5 Punkten…
        Bots zählt nämlich nicht dazu, die sind nämlich genauso bzw. ähnlich möglich wie bei Telegram. Ist nur nicht so viel verbreitet, weil meta den Konfigurierungsprozess sehr mühselig gestaltet hat und mit immer wieder neuen Änderungen den Pflegeaufwand auch relativ hoch hält.

      • Kompletter Quatsch. Es gibt kaum WhatsApp Bots, da die API von Meta lächerlich teuer ist, und außerdem viele Dinge einschränkt. Aber ich habe noch zwei Punkte für dich.
        Telegram ist der einzige Messenger, den ich kenne, den man gescheit auf all seinen Geräten nutzen kann. Kein fünf Geräte Limit wie bei WhatsApp.
        Außerdem kann, während man bei WhatsApp größtenteils auf die Standard Apps angewiesen ist, die immer schlimmer werden, bei Telegram jeder seine eigene App bauen, wenn einem die Standard App nicht gefällt, kann man einfach seine eigene machen. Bietet kein anderer Messenger so an. Bei WhatsApp gibt’s da Hacks für, aber Meta versucht regelmäßig das zu unterbinden.

  • Mir schwant leider nichts Gutes für Durov.

    • Aktuell lässt sich glaube ich kein ernstzunehmendes Land von russischen Fahndungslisten beeindrucken. Wenn er nicht gerade nach Tschetschenien will, wird da vermutlich wenig passieren. Trotzdem sollte er auf sich aufpassen, und wir können das Beste hoffen.

  • Wo stehen eigentlich die Server, auf denen Telegram läuft?

  • Redet mit. Seid nett zueinander!

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