5 Prozent am 28. Februar
Penny-App: Erster „Superspartag“ flankiert wildes Rabatt-Durcheinander
Discounter setzen zunehmend auf digitale Rabattaktionen, um Kunden zu binden. Auch die REWE Group bietet mehrere Apps mit verschiedenen Möglichkeiten, beim Einkauf zu sparen. Erst Ende des vergangenen Jahres starteten die Vorteilsprogramme von REWE und PENNY.
Seit Dezember 2024: Vorteilsprogramme von REWE und PENNY
App-Preise, Coupons, Rabattsammler
Nutzer sollen von exklusiven Preisnachlässen, App-Preisen, Rabattcoupons und monatlichen Sammelaktionen profitieren. Voraussetzung ist jedoch die Registrierung in der App, um die Vorteile überhaupt angeboten zu bekönnen.
Die sogenannten App-Preise sind spezielle Angebote, die nur für registrierte Nutzer gelten. Diese werden bereits voraktiviert in der App angezeigt und beim Bezahlen durch das Scannen eines Vorteilscodes automatisch angerechnet. Neben den reduzierten Preisen für einzelne Produkte gibt es wöchentlich wechselnde Coupons, die zusätzlich Rabatte auf bestimmte Warengruppen oder Marken gewähren.
Ein weiteres Element der Sparstrategie ist der sogenannte Rabattsammler. Hierbei können Kunden über den Monat hinweg mit jedem Einkauf eine Umsatzgrenze erreichen, um im Folgemonat einen Rabatt auf den gesamten Einkauf zu erhalten. So soll ein monatlicher Umsatz von 30 Euro einen Nachlass von drei Prozent gewähren, während bei 300 Euro zehn Prozent Rabatt gewährt werden.
Der Rabattsammler erstellt Coupons für den Folgemonat
Erster Superspartag am 28. Februar
Zusätzlich gibt es dann auch noch wechselnde Sparaktionen, bei denen durch den Kauf bestimmter Artikel ein zusätzlicher Coupon freigeschaltet wird. Diese Aktionen variieren monatlich und beziehen sich häufig auf Eigenmarken oder bestimmte Produktkategorien.
Wie das Supermarktblog aktuell meldet, steht am Freitag nun der erste Superspartag bei Penny im Kalender. Nach Angaben des Unternehmenssprechers handelt es sich bei den Superspartagen um spezielle Aktionstage, an denen Kunden einen deutlichen Rabatt auf ihren gesamten Einkauf erhalten. Diese finden mehrfach im Jahr statt. Am 28. Februar soll es fünf Prozent geben.
Die Superspartage sind ergänzende Events für App-Nutzer
Wildes Rabatt-Durcheinander
Laut dem Supermarktblog müssten Penny-Kunden dann insgesamt vier Sparfunktionen beachten, um das volle Einsparpotenzial zu nutzen. Dazu gehörten direkte Preisnachlässe auf bestimmte Aktionsartikel, prozentuale Rabatte auf ausgewählte Warengruppen oder Marken per aktiviertem Coupon sowie gestaffelte Rabatt-Coupons auf den gesamten Einkauf im Folgemonat, die an vorherige Einkaufsbeträge gekoppelt sind.
Zudem könnten Kunden durch den Kauf bestimmter Eigenmarken oder Warengruppen zusätzliche zwei Euro-Rabatt-Coupons für den nächsten Monat erhalten, sofern diese zuvor aktiviert wurden. Dazu kommt der Superspartag als ergänzender Rabatt obendrauf.
Kunden müssen immer mehr Rabatt-Optionen berücksichtigen
Je dichter der Dschungel an Rabatten wird, desto unattraktiver scheint uns die Nutzung der Supermarkt-Apps. Mit zunehmender Anzahl von App-Nutzern dürfte sich das Rabattversprechen zudem langfristig umdrehen: Irgendwann gibt es keine Rabatte für App-Nutzer mehr, sondern einen Aufpreis für all jene Supermarkt-Kunden, die sich gegen die Installation der jeweiligen Supermarkt-Apps entscheiden.
Zum letzten Satz: die Aufpreise sind ja jetzt schon da. Weil kein Händler etwas verschenkt, werden die Rabatte auf die anderen Artikel „verteilt“. Ähnlich wie mit den Gebühren für das Privatfernsehen in Form von Werbeeinnahmen. Die Werbung muss auch jeder Bürger beim Einkauf mitbezahlen.
„Irgendwann gibt es keine Rabatte für App-Nutzer mehr, sondern einen Aufpreis für all jene Supermarkt-Kunden, die sich gegen die Installation der jeweiligen Supermarkt-Apps entscheiden.“
Ist das nicht im Grunde schon jetzt so? Bei Rewe zB. wird mir JEDES Mal wenn ich bestimmte Produkte kaufe an der Kasse gesagt dass diese mit App günstiger wären.
Ich finde es furchtbar, dass man als Kunde quasi dazu genötigt wird eine App zu nutzen um Lebensmittel günstiger zu bekommen. Mich nervt auch immer die Frage nach Payback an der Kasse. Hinzu kommt, dass man sicher ein Konto erstellen muss und die dann genaue Profile erstellen was man kauft.
Unter anderem deswegen gehe ich wann immer es geht an SB-Kassen. Da spricht immerhin niemand mit mir
… da hilft vielleicht ein lautes und bestimmtes „Halt die Fresse“ an die Verkäuferin um das abzustellen.
Und dann hoffentlich eine darauf folgende Anzeige
Haben Sie vielleicht mal daran gedacht, dass die VerkäuferInnen diese Frage stellen MÜSSEN?
(Abgesehen von dem proletenhaften Vorschlag…)
Asoziales Stück.
Die Menschen an der Kasse befolgen Arbeitsanweisungen.
Sie unfreundlich zu behandeln hilft erstens nicht weiter und zeugt einfach nur von schlechter Kinderstube
Ein freundliches „Nein“ ist deutlich schneller und du stehst nicht wie der letzte Neandertaler da.
Aber selbst der dümmste Neandertaler hätte kapiert, dass die Kassiererin jeden Kunden fragen muss, da ihr Vorgesetzter es ihr so aufgetragen hat.
… und hoffentlich im Anschluss ein Hausverbot für dich
Sie sind ein Eggl-Paket – mehr ist dazu nicht zu sagen.
Und dann ist es halt so, man kann die App ja einfach nutzen und gut ist. Mir ist das auf alle Fälle so lieber als dieses Payback Punkte sammeln, so hab ich direkt an der Kasse meinen Rabatt und gut ist. Mich stört das jetzt nicht wenn ich dadurch Geld spare, wir nutzen die Roßmann App und sparen da regelmäßig 10%, bei Penny ebenfalls. Klar, man könnte auch alles einfach günstiger machen aber es ist wie es ist und jeder hat die Möglichkeit die App zu nutzen.
„Irgendwann gibt es keine Rabatte für App-Nutzer mehr, sondern einen Aufpreis für all jene Supermarkt-Kunden, die sich gegen die Installation der jeweiligen Supermarkt-Apps entscheiden.“
Das ist auch meine große Sorge. Rossmann macht ja schon sowas mit seinen 10% Rabatt Coupons, kenne ich noch schlimmer aus England. Vieles teurer falls man keine Rabattkarte des Supermarkts besitzt
wurde das schon erwähnt?
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/verbraucherzentrale-klage-lidl-app-100.html
Wir stehen da mit den Verbraucherzentralen im Dialog und warten noch auf ein Feedback zur Sache.
Mein erster Gedanke war auch: Ist das nicht ein Verstoß gegen die Preisauszeichnungspflicht?
Sehr gut vom Verbraucherschutz
Ich bin mal gespannt, wann die ersten Dönerbuden auch mit App und Rabatt anfangen. Weil dann ist Ende so nah :)))))
Ich hatte schön seit über ein Jahrzehnt Dönerbuden kennengelernt die bei Kauf von 10 Döner einen gratis ausgegeben haben. Halt mit Stempeln. Ist auch noch heute so.
Ja. Ode Elan geht immer zu seinen Döner und wird als Kunde erkannt und bekommt immer etwas mehr :)
*Oder man
Oder „mit alles“umsonst.
Klar kann man über Apps und generell auch über alles andere meckern. Aber Fakt ist auch, dass ich jetzt mit REWE Bonus in zwei Monaten ohne „Mehraufwand“ über 50€ Guthaben in der App gesammelt habe und ich musste dafür nicht mehr machen, als ganz normal einzukaufen. Wenn ich kommenden Monat den nächsten 10% Coupon bekomme, werde ich dann wahrscheinlich bei 80-90€ sein und kann mir einen Wocheneinkauf einfach gratis holen. Und wie gesagt, dafür habe ich nicht wirklich irgendwas getan. Die Frage ist hier eher, wer es sich leisten kann, keine App zu benutzen.
Sehe ich ähnlich, wir nutzen die Penny und Roßmann App schon ne Weile und einfacher kann man nicht sparen. Sehe auch kein Problem dabei.
Ich finde es total spannend zu sehen, wie stark REWE Bonus die Preiswahrnehmung beeinflusst. Bei euch hat es – ganz neutral gemeint – schon gewirkt.
Früher hat Produkt X anstatt 2,5 EUR normal reduziert 1,5 EUR gekostet. Mit Rewe Bonus kostet es weiterhin 2,5, gibt aber 1 EUR Bonus. Toll – im Endeffekt hat sich am Preis nix geändert, der Rabatt wird zudem erst später realisiert.
Klar, am Anfang gab/gibts ein paar überraschend hohe Boni um das Programm attraktiv wirken zu lassen. Das ist bestimmt bald vorbei.
Zudem sorgt das Programm für weniger Transparenz. Früher konnte man am Preis im Rabattheft / in der App beurteilen, ob der Preis gut ist. Heute steht in der App nur der Bonus. Wenn der Preis aber gleichzeitig doppelt so hoch wäre (was beim Bonus nicht steht), ist der Deal nicht wirklich gut.
Wir haben somit gemeinsam schon wieder etwas Transparenz verloren …
Das trifft bei manchen Produkten zu, aber nicht bei allen. Erst einmal sind auch sehr viele Aktionsartikel immer mit Bonus verknüpft, womit man einmal den Aktionspreis bekommt und zweitens ein Bonusguthaben. Ein paar Artikel haben aber auch Originalpreis + Bonus, da gebe ich dir recht, da muss man aufpassen. Sehr viel lukrativer sind aber die prozentualen Coupons die man ab gewissen Warenwerten erhält – z.B. 10% ab 400€, was ich leider in einem Monat gut schaffe bei einem Vier-Personen-Haushalt. Zusammen werde ich es bei dem aktuellen Modell auf jeden Fall schaffen, in 2-3 Monaten vielleicht 70-90€ Bonus zu sammeln, was mir, wie zuvor besprochen, einen kostenlosen Einkauf beschert. Und nochmal: Ich würde in 90% der Fälle geschätzt die gleichen Artikel kaufen, auch ohne Angebote oder Bonus. Ich kaufe Produkte einfach, weil ich sie brauche, und weniger oft, weil sie im Angebot sind. Für mich lohnt es sich daher allemal.
Danke dynAdZ für die nette und konstruktive Antwort. Stimmt, ich habe etwas überzeichnet. Das Problem das ich sehe ist, dass für viele Menschen einfach nicht mehr Überschau ist. Du scheinst einen guten Blick auf dein Einkaufsverhalten zu haben und auch bewusste Entscheidungen zu treffen.
Ich würde zu mir Ähnliches sagen. Bei unserer Family mit 4 Personen und Vorratskeller kaufen wir teilweise schon nach Angebot ein. Wenn es Standardprodukte für uns sind und es sich mit der Haltbarkeit verträgt, wird bei gutem Preis auch mal auf Vorrat gekauft. Die Preisvergleiche waren früher definitiv einfacher. Früher musste man nur grob den Preis für Ei. Produkt im Kopf haben. Heute gibt es zig Einflussfaktoren, die den Vergleich und die Transparenz erschweren.
Für euer Einkaufsverhalten vermutlich weniger ein Nachteil als für unseres.
In diesem Sinne: frohen Wocheneinkauf demnächst ;-)
Ja dyn genauso sehe ich das auch, und die paar Cent da und dort auf andere Produkte sind relativ gering. Ich fand es besser als es dort noch Payback gab, denn da hat man auch Punkte auf den gesamten Einkaufswert bekommen. Für mich persönlich unter dem Strich rentabler gewesen.
Habe Spar Apps von Roßmann . Penny und Edeka/Payback. Langsam ist es mir einfach zu viel. Man ist bald vor dem Einkauf nur mit das durchforsten der Apps beschäftigt. Ganz blöd finde ich die PaybackEdeka App Hier anmelden, dort anmelden usw. Vielleicht bin in auch schon zu alt dafür. Die Deutschland Card früher bei Edeka war mMn besser.
Rabatte? Alles eh nur Augenwischerei
Seit jeher wird u.a. „Rabatt“ auf den Einkaufspreis aufgeschlagen, also wo ist die Neuigkeit?
Es nervt in der Tat vor oder während dem Einkauf dann die ganzen Coupons zu aktivieren…. warum geht das nicht einfach Standardmäßig mit einer dauerhaften Einstellung? Glaub bei Lidl ist das doch schon so, oder?
Früher gab es bei LIDL einen riesigen Haufen mit „LIDL+ Angeboten“, die muss man inzwischen tatsächlich nicht mehr aktivieren sondern sie sind immer aktiv, wenn man LIDL+ benutzt. Eine Reihe von anderen Coupons muss man aber dennoch händisch aktivieren. Aber es hat sich sehr verbessert.
Mich nerven die ganzen Apps der Supermärkte und Discounter auch. Habe jetzt mal die REWE-App aktiv genutzt. Muss auch sagen, dass die App offensichtlich ein Programmier mit ADHS designt hat. Ein völliges Chaos und durcheinander. Warum
Muss ich Angebote in der App noch aktivieren? Was für einen Sinn macht das? Und dann fehlt natürlich noch die AppleWatch Integrierung. Zahle bequem mit der Uhr und muss dann zu allem Überfluss noch mein iPhone auf die Scanner-Kasse legen. Da ist noch viel Luft nach oben.
Mich kotzt das an!
Entschuldigung für die Ausdrucksweise, aber es ist einfach so.
Ich will nicht gezwungen werden für alle eine App zu nutzen.
Zum Einkaufen schon gar nicht.
Da sollte man mal gegen vorgehen!
Letztlich, früher oder später leiden wir alle drunter.
Sie sollen einfach normale vernünftige Preise machen und fertig.
Es ist doch auch nur eine versteckte Verteuerung.
Genauso wie die Lebensmittelindustrie uns verarscht, dauert werden die Inhalte der Packungen kleiner, schaut euch mal die Gewichte an. Dann wird wieder eine größere Packung neu geführt mit x% mehr Inhalt, aber auch teuerer, das geht seit Jahren so.
Und nun der Quatsch mit den Apps.
Es nervt einfach nur noch.
Niemand ist doch gezwungen, eine App zu nutzen, geschweige denn den Laden zu betreten.
Diese Apps gehen mir maximal auf den Sack, hier sollten die Behörden zumindest mal draufschauen. Im Kern geht es den Supermärkten, die solche Apps anbieten, nur um das Sammeln der Kundendaten. Anstatt diese jetzt bei Paypal liegen, liegen diese nun bei Penny, Globus, der Rewe-Gruppe und Co.
Da gibt es nicht viel zu schauen. Eine Firma bietet ihren Kunden einen Mehrwert in Form einer rein optionalen App an. Um die App in vollem Umfang nutzen zu können, werden Daten erhoben. Manche Daten sind erforderlich, damit die App funktionieren kann, und manche sind optional. Das ist alles durch die DSGVO geregelt, mehr gibt es hier nicht zu sehen.