Nutzer vermuten Daueraufzeichnung
Amazon sieht Missverständnisse: Alexa-Sprachverlauf in iPhone-App einsehbar
Mit einer ungewöhnlichen Pressemitteilung springt Amazon aktuell der hauseigenen Sprachassistenz Alexa in die Bresche und will diese vor Missverständnissen bewahren, die der Online-Händler offenbar auch unter deutschen Alexa-Nutzern ausmacht.
Unter der Überschrift „Die 3 größten Mythen über Amazon Alexa widerlegt“ führt Amazon aus, dass Alexa bereits seit mehr als fünf Jahren die Fragen der eigenen Kundschaft beantworten würden, gibt aber zu bedenken: „[…] dennoch wissen viele nicht, wie Alexa genau funktioniert. So entstehen Missverständnisse„.
Nutzer vermuten Daueraufzeichnung
Immer wieder sehe man sich mit der Behauptung konfrontiert, Alexa würde alle in der unmittelbaren Umgebung gesprochenen Inhalte aufnehmen, würde keine Möglichkeit zur Verfügung stellen in Erfahrung zu bringen, welche Inhalte Aufgezeichnet wurden und würde es Hackern einfach machen, Alexa-nutzende Anwender auszuspähen beziehungsweise auf deren Geräte und damit auch Daten zuzugreifen.
Den Hacker-Vorwurf wischt Amazon mit Verweis auf die Datenverschlüsselung, die automatisch eingespielten Sicherheitsupdates und die langen Support-Laufzeiten (mindestens noch vier Jahr nach dem Verkaufsstopp) vom Tisch. Der Daueraufnahme entgegnet man, dass nur nach einem erkannten Aktivierungswort mitgeschnitten wird.
Alexa-Sprachverlauf in iPhone-App einsehbar
Bezüglich der Sichtung aufgezeichneter Inhalte verweist Amazon auf die hauseigene Alexa-App. Diese bietet im Bereich „Einstellungen“ > „Alexa-Datenschutz“ > „Sprachaufnahmen-Verlauf überprüfen“ eine chronologische Liste aller aufgezeichneten Interaktionen mitsamt den Reaktionen auf die verstandenen Kommandos an.
Im Bereich „Einstellungen“ > „Alexa-Datenschutz“ > „Meine Alexa-Daten verwalten“ lassen sich alle bisherigen Aufnahmen löschen, zudem kann Alexa gleich so konfiguriert werden, dass zukünftige Aufnahmen gar nicht erst gesichert werden.
Wir gehen davon aus, dass Amazon sich hier für die bevorstehende Präsentation der nächsten Generation von Echo-Geräten in Position bringen möchte.
Nur dass die Funktion „Aufnahmen nicht speichern“ nicht funktioniert. Ich habe die schon ewig aktiv und kann in der App meinen Aufnahmeverlauf sehen.
Kann es denn nicht auch sein, dass der Verlauf angezeigt wird, die Aufnahme aber nicht mehr zu hören ist?
Die Aufzeichnung ist dennoch gespeichert zwar vielleicht nicht mehr als Audio aber noch als Text.
Prüf das nochmal!
Ich hatte das auch so im Kopf. Habe aber gerade nachgeschaut: Es ist kein Verlauf mehr gespeichert. Haben Sie wahrscheinlich zwischenzeitlich gefixt.
Habe ich direkt nach dem Lesen des Artikels gemacht. Verlauf immer noch vorhanden.
Hab die seit Anfang an und man muss sie auch einlernen. Wenn man dauernd den Sprachverlauf löscht, ist sie Dumm wie Stroh. Einmal eingelernt, ist sie ein Traum. Gewusst wie. Und wegen Ausspionieren usw. hab ich keine Angst. Man muss auch die guten Seiten sehen, nicht immer das schlechte. Wenn sie nicht zuhört, wie soll sie lernen?
Ich bin rundum zufrieden. Mehr wie bei Apple, ganz ehrlich
Bin zwiegespalten. Habe diverse URLs die Alexa kontaktiert mittels Pi-Hole geblockt. Seitdem werden tausende (!) Anfragen pro Tag blockiert und das Ding funktioniert immer noch einwandfrei. Würde mich echt interessieren was da an Daten rausgehen soll…
Die Daten werden nicht über den Port gesendet, den PiHole „interessiert“. Darum funktionieren die Echos auch einwandfrei, obwohl einige Amazon URLs blockiert sind.
Kann man das nicht irgendwie einsehen? Ich mein, viele Anfragen, die irgendwohin gesendet werden klingt übel. Aber liegt vermutlich an den Skills. Denen Trau ich nämlich nicht so…
In dem Fall muss man wirklich sagen, man kann nicht das eine wollen und das andere hassen. Um als persönliche KI zu dienen muss diese einige Informationen haben um zugeschnittenen Inhalte anbieten zu können. Ich denke genau aus diesem Grund wird Siri immer den zweiten oder dritten Platz belegen, da steht einfach der Datenschutzgedanke im Weg
Hihi, doch.
Man kann das Eine hassen und das Andere gut finden.
„Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht“, sagt der Volksmund.
Ich finde es einen drolligen Versuch, die Befürchtung, es werde alles mitgeschnitten, damit zu widerlegen, dass die Raummitschnitte nicht in den App-Protokollen zu finden seien.
Ich persönlich glaube nicht an die These vom großen Lauschangriff durch Amazon oder Apple. Aaaaber die Zufälligkeit mit der Suchen Ergebnisse hervorbringen, die mit Themen korrelieren, die im Raum besprochen wurden ist manchmal echt frappierend.
Unser Gehirn ist halt darauf programmiert, Muster und Zusammenhänge zu finden, da poppen dann halt solche „Ko-Inzidenzien“ auf und wir denken: „das kann ja kein Zufall sein“.
Ist es aber (imho).
Zufall eher nicht. Du sprichst über das was dich interessiert. Und was dich interessiert berät dein gesamtes online Verhalten über dich bevor du darüber sprichst. Alexa hat damit natürlich nichts zu tun. Kann auch jeder ganz einfach in sein Router nachprüfen, wieviel Alexa wann funkt.
Klar darum gibt es unzählige Tests ob das Gerät immer mithört. Kann man ja herausfinden wenn man will.
Hört endlich auf, euch diese Wanzen hinzustellen.
Ja ist teilweise echt bemerkenswert, da wird ein Mac, iPhone oder iPad gekauft und oft begründet Apple geht mit den Daten besser um etc. etc. und dann wird sich beim nächsten Prime Day die Bude mit diversen Echo-Geräten zu gestellt… Und das nur weil es entweder kein passendes Produkt von Apple gibt (bsp. Echo Show) oder weil einen der HomePod zu teuer war und deswegen steht wo ein Echo Dot dann rum.